800 Jahre Bauernschaft Gesseln

Gesseln feierte mit seinen Nachbarn

Gesseln (JE): Am 30. August war es soweit, die Bauernschaft Gesseln feierte das 800-jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung auf seinen Bauernhöfen im Zentrum von Gesseln. Schon früh morgens trafen die fast 500 Helfer die letzten Vorbereitungen.

Um 9.30 Uhr begann der Festtag mit einer Messe auf dem Hof Güllenstern im Gedenken an den Einmarsch der amerikanischen Streitkräfte in Gesseln Ostern 1945. Vikar Sebastian Schulz zelebrierte die Messe mit Pater Urban Hachmeier und Pastor Josef Mersch als Konzelebranten. In der Predigt hielt Pater Urban, Sohn der Bauernschaft, sehr anschaulich einen historischen Rückblick, wie es im Jahre 1945 in Gesseln und Elsen zuging. Pater Urban war 1945 Kommunionkind in Elsen. Er schilderte zahlreiche seiner Erlebnisse aus seiner Kindheit in Gesseln. „Unser Leben müssen wir in die Zukunft ausrichten, wie es im Evangelium heißt“, so Pater Urban, „seid nicht ängstlich besorgt um das Morgen“. Vor allem dankte er, hier sein zu dürfen und mit den Gesselner die Hl. Messe zu feiern. Der ganze Hof und auch die Straße füllten die rund 600 Messbesucher. Zur Gestaltung des Festgottesdienstes trugen der Männerchor Elsen und die Musikkapelle Sande bei.

Im Anschluss an den Festgottesdienst erfolgte die feierliche Eröffnung vor dem Dorfkrug. Bürgermeister Heinz Paus lobte In seinem Grußwort die Anstrengungen der Vorbereitungen zu diesem Jubiläum durch den Schützenverein Gesseln und den Taubenverein, der gleichzeitig sein 60. Jubiläum feiert. Auf den Höfen zu feiern, bezeichnete der Bürgermeister als sehr gut. Wichtig sei es, dass der landwirtschaftliche Charakter der Bauernschaft erhalten bleibe.

Landrat Manfred Müller, der mit der Postkutsche anreiste, zog einen Vergleich zum Alter der Bauernschaft, dass New York als ein Zentrum der Weltwirtschaft nicht einmal 400 Jahre alt sei. „Die Bauernhöfe von Gesseln haben ihren Ort geprägt und die Gesselner können zuversichtlich in die Zukunft schauen, so der Landrat und er gratuliert den Gesselnern zum Jubiläum.

Heinrich Meiß, Oberst des Gesselner Schützenvereins, dankte in seiner Ansprache besonders der Landtagsabgeordneten Sigrid Beer, dass durch ihre Mitwirkung Minister Eckhard Uhlenberg für ein Grußwort gewonnen werden konnte, und überreichte ihr einen Blumenstrauß.

Heinrich Meiß, Oberst des Gesselner Schützenvereins, dankte in seiner Ansprache besonders der Landtagsabgeordneten Sigrid Beer, dass durch ihre Mitwirkung Minister Eckhard Uhlenberg für ein Grußwort gewonnen werden konnte, und überreichte ihr einen Blumenstrauß.

„Ganz Nordrhein-Westfalen schaut auf Gesseln“, so begann Minister Uhlenberg seine Festansprache. Dem Schützenverein Gesseln und dem Taubenverein mit ihren Helfern dankte er für die hevorragende Vorbereitung des Festes. In seinen weiteren Ausführungen ging er auf die Bedeutung der Landwirtschaft in unserer heutigen Zeit ein. „Die Landwirtschaft kann optimistisch in die Zukunft blicken mit ihren gut aufgestellten Betrieben“, führte der Minister aus. „Durch Fortschreitung der landwirtschaftlichen Entwicklung haben die Dörfer ihre Zukunft, die gerade durch ihre Vitalität, ihr gutes Wasser, fruchtbaren Boden und guter Luft geprägt sind.“ Mit den Worten: „In Gesseln wird verantwortete Freiheit gelebt und christliche Werte sind das Fundament der Zukunft.“ schloss der Minister seine Festansprache.

Nach der Eröffnungsfeier, die vom Männerchor und vom Bundesschützenmusikkorps musikalisch begleitet wurden, zeigten die neun Höfe im Dorfzentrum ihre landwirtschaftlichen Produkte und luden die Besucher zum Verweilen ein. Immer wieder dabei: Kürbisse in allen Variationen. Die Rentner Anneliese und Josef Berg zum Beispiel hatten nach Jahrzehnten des Anbaus auf ihren Beeten eigentlich Rasen einsäen wollen, ernteten dann aber wegen des Jubiläums nochmal 500 Stück. Und boten sie gestern mit flotten Sprüchen feil: „Vor 800 Jahren gab es in Gesseln noch keine Kürbisse – heute eine Delikatesse!“ Auf den Höfen gab es nicht nur jede Menge zu sehen, sondern auch jede Menge auszuprobieren: ob beim Kuhmelken für Kinder, beim Nagelwettbewerb, beim Weidenkorbflechten oder beim Ponyreiten. Darüber hinaus gab es spannende Einblicke in altes Handwerk, wie zum Beispiel von der Brauchtumsgruppe Sande, die wie zu Urgroßvaters Zeiten Nägel herstellte. Es war vor allem die familiäre Atmosphäre auf den insgesamt neun Höfen, die der Jubiläumsfeier seinen Charme verlieh.

In den Ausstellungsflächen auf Huberts Blumendeele und im Dofkrug informierten sich die Besucher über die Bilder der Gesselner Höfe und Häuser, Flurkarten von Gesseln, Schnappschüsse des täglichen Lebens, das Schützenwesen in Gesseln und die Freizeitgestaltung der Jugend aus längst vergangener Zeiten. Mit welchem Aufwand diese Zeitdokumente zusammengetragen wurden stach förmlich hervor.

Bis in den frühen Abendstunden war das Jubiläum gut besucht. Am Dorfkrug traf man sich noch zum Klönen und der Vergabe der Preise, dessen Losnummern durch die Schützenkönigin Marie-Theres Steins gezogen wurden.

Taxi Rybka GmbH fährt Werbung für das große Fest

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Gesseln: Jascha Thiele hat die Taxen von Andreas Rybka mit der Werbung für die 800 Jahre Gesseln versehen. Andreas Rybka, Telefon: 05254 95800 ist im Paderborner Land unterwegs. Durch unsere Werbung „800 Jahre Bauernschaft Gesseln“ mit dem Termin und der Internetadresse wird eindrucksvoll auf unser Jubiläum hingewiesen. Taxi Rybka leistet einen guten Beitrag zur Bekanntgabe des anstehenden Festes.

Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold spendet 800 €

Auf dem diesjährigen Dorffest hatte der Schützenverein Gesseln anlässlich des Jubliläums „800 Jahre Bauernschaft Gesseln“ einen Stand mit historischen Dokumenten ausgestellt. Filialleiter Burkhard Grenz von der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold überreichte anlässlich des 800-jährigen Jubiläums dem Organisationsteam unter Leitung von Hubert Steins einen Scheck in Höhe von 800 €. Burkhard Grenz bezeichnete das Jubelfest mit seinen Aktionen am 30. August 2009 als einen großartigen Beitrag zur Brauchtumspflege in Gesseln. Die Spende der Volksbankfiliale in Elsen ist zum Zwecke der Heimatpflege zum Jubiläum vorgesehen. Hubert Steins bedankte sich für diese finanzielle Unterstützung, die zum Gelingen der Brauchtumsveranstaltung beitragen wird.

9. Mai 2009 - Schützen bauen Verpflegungshütten

Gesseln: Immer das Ziel vor Augen, „800 Jahre Bauernschaft Gesseln“ am 30. August 2009, trafen sich 16 tatkräftige Schützen, um für die Feier 40 Verpflegungshütten fachgerecht aufzubauen. Mit vereinten Kräften starteten sie bereits um 8 Uhr morgens auf dem Gelände der Zimmerei Udo Heggemann. Bis mittags waren alle Schwartenbretter verarbeitet und die Akku-Schrauber erhielten ihre verdiente Ruhe. Bei Bier und Broten, die von Leutnant Bernd Hanselle und Feldwebel Horst Clemens mit Liebe geschmiert wurden, stärkten sich unsere Hüttenbauer.

1. Mai 2009 - 800 km rund um die Jotheranch

Gesseln: Immer das Ziel vor Augen ist es uns mit unseren Gästen unserer Nachbarorte gelungen, die 800 km über viermal zu schaffen. An diesem sonnigen 1. Mai waren es exakt 3.478,2 km, die mit Fahrrädern, Inlinern, Nordic Walking, Laufen, Wandern und sogar auf Einrädern über den Rundkurs von 2,2 km von Jung und Alt erzielt wurden.

Volksbank Elsen - Wewer - Borchen spendet 1500 €

Bankvorstand Paul Regenhardt von der Volksbank Elsen-Wewer-Borchen überreichte dem Schützenverein für die Durchführung des Jubiläums einen Scheck in Höhe von 1.500 €. In seiner Ansprache zollte er den Gesselner Schützen ein großes Lob und wies darauf hin, dass es einer gewaltigen Anstrengung bedürfe, so ein Jubiläum auf die Beine zu stellen. Viele Hände seien notwendig, sich an der Festvorbereitung und -durchführung zu beteiligen. Die Volksbank als heimische Bank sei in ihrem 105-jährigen Bestehen immer darauf bedacht, ehrenamtlich tätige Vereine, die sich die Brauchtumspflege auf die Fahne geschrieben haben, finanziell zu unterstützen. Mit der Spende möchte die Bank zum Gelingen des Jubiläums beitragen, das nicht von Profis sondern ehrenamtlichen Helfern gestaltet wird. Oberst Heinrich Meiß bedankte sich für die großzügige Spende.

Sparkasse Paderborn spendet 1000 €

Zur Gestaltung der Brauchtumsveranstaltung im Jubeljahr von Gesseln übereichten Michael Hahn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Paderborn, und Michael Hachmeyer, Leiter der Geschäftsstelle Elsen, einen Scheck an Heinrich Meiß, Oberst des Schützenvereins Gesseln. Der Schützenverein Gesseln, größter Verein der Bauernschaft, ist verantwortlicher Ausrichter der Jubiläumsfeierlichkeiten. Michael Hahn weist in einer Ansprache darauf hin, dass dieses Jubiläum eine Erinnerung an die Vergangenheit darstellt mit dem Wissen, wohin die Gesselner wollen. Dem Schützenverein, die Triebfeder für die Bauernschaft, wünscht Michael Hahn ein erfolgreiches Jubiläumsjahr. Oberst Heinrich Meiß dankt Michael Hahn und Michael Hachmeyer für die großzügige Spende, die einen großen Beitrag zum Gelingen der Brauchtumsveranstaltung am 30. Aug. 2009 darstellt.

8. Febr. 2009 - Aufstellen des Werbewagens

Gesseln: Das Organisationsteam der 800-Jahrfeier Gesseln stellte am Sonntag, den 8. Febr. 2009, einen alten Pferdefuhrwagen mit einem Werbebanner für das Jubiläum der Bauernschaft Gesseln in Feddern Wiese an der Ecke Gesselner Straße / Elser Hude auf. Alle vorbeifahrenden Passanten aus Richtung Bentfeld, Sande und Wewer werden nun ansprechend auf die Jubiläumsfeier hingewiesen. Einige Impressionen von der Wagenplatzierung sind in der Fotogalerie zu sehen.

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